2ter Teil: 30 weitere Tipps für Nachhaltigkeit

Vor letzte Woche schrieb ich einen Beitrag mit meinen 24 Tipps zum Thema Nachhaltigkeit in meinem Alltag. Seit dem habe ich zumindest einmal am Tag mich mit diesem Thema beschäftigt. Hach! So viel Achtsamkeitsübung <3
Und was soll ich sagen? Ich habe total viele tolle Tipps im ersten Beitrag vergessen, ABER auch sehr kluge und gute Inspirationen durch andere Posts in der Challenge von @mamadenkt bekommen und möchte auch diese gesammelten Nachhaltigkeits-Ideen an euch weitergeben!

Meine Ideen sind alle relativ einfach umzusetzen und sind darauf aus, auch Geld zu sparen. Denn Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht gleichbedeutend mit „teuer“. Gerade alleinerziehend kann ich mir das gar nicht leisten. Darum werde ich auch keine ökologischen Möbel oder so empfehlen.

Hier also mein Teil 2 zum Nachhaltigkeits-Update 🙂 Denn Nachhaltigkeit geht uns alle etwas an!

30 neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit in der Küche

  1. Honig – Etwas, worüber ich echt erstaunt war, war mein Honig. Den habe ich in so einer „Tube“. Ab sofort werde ich mehr Honig im Glas kaufen (und habe fest vor, ihn hier in der Nähe beim Imker an der Wander-Trasse mit dem Fahrrad zu kaufen) und so einen hübschen Honig-Stab zum dosieren.
  2. Pfannenwender – Direkt nach meinem Beitrag ist mir noch eingefallen, dass ich ja meine Pfannenwender und Kochlöffel aus Plasik auch gegen schönes Holz getauscht habe. Sie waren tatsächlich auch zu oll und durften daher mal weichen. Es zogen ein Paar aus nachhaltig-angebauten Holz ein. Die anderen sollen mal durch Bambus ersetzt werden.
  3. Schneidebretter – sie sind hier seit Jahren aus Holz. Daher ist mir nie aufgefallen, dass ich das als plastikfrei-Tipp mal angeben könnte 🙂
  4. Geschirr – Das Gleiche gilt für dieses. Seit der Sohn aus dem Gröbsten raus ist, gibt es hier nur Second-Hand Porzelan, alte Glas-Schüsseln der Oma oder Bambus Geschirr. Ich liebe ja die Haptik von Bambus Geschirr und träume von bunten Tellern… <3
  5. Tee – über Kaffee hatte ich gesprochen, über Tee noch nicht. Hier hatte ich auch die Beutel. Dabei wäre Loser Tee in einem wiederverwendbaren Teespieb sicherlich angebrachter. 
  6. Obst- und Gemüseanbau – Eigentlich kann man sogar auf dem kleinsten Balkon etwas anbauen. Bei uns sind es Erdbeere. Vielleicht mache ich mir mal ein richtiges Konzept dafür? – es gibt hier sogar einen Bauern, der vermietet Land zum anbauen von Obst und Gemüse.
  7. Jahreszeiten-Einkäufe – Lebensmittel, die über die Erde fliegen, sind sicherlich nicht gut für die Erde ansich. Also achtet darauf, was ihr so einkauft. Es gibt doch überall coole übersichten, wann was in den heimischen Gefilden wächst <3 Wer es einfacher haben will: Bestellt euch Bio-Kisten vom Bauern aus der Nähe. Oft sind diese nicht teurer als im guten Supermarkt (aber teurer als Diskounter).
  8. Schnittblumen – gehört vielleicht nicht zur Küche, aber zu den Jahreszeiten. Fragt mal den Blumenhändler, woher die tollen Blumen kommen. Manche reisen ähnlich weit, wie euer Obst. Auch uncool, oder?

Nachhaltigkeit in Bad & Haushalt

  1. Geschenkpapier – Im letzten Beitrag hatte ich es schon als den +1-Tipp erwähnt: Geschenkte packe ich ganz oft in altes Papier / Zeitungen ein. Oft ist es sogar richtig schön! Kinder kann man übrigens super mit Katalog-Seiten glücklich machen.
  2. Mens-Tasse – Etwas, womit ich mich nicht anfreunden kann, sind Menstruationstassen für Frauen. Ich mag den Gedanken von „etwas in mir“ einfach nicht. Hach… ich überlege da noch eine Weile.
  3. Bürsten – Ob Haarbürste, Kamm oder Wurzelbürste (auch für Gemüse) gibt es mittlerweile aus Holz und umweltfreundlich
  4. Medikamente – Vieles gibt es ja in Glasflaschen (gerade für Kinder), aber Medizin in Tablettenform macht Müll. Gerade gegen Grippe und Kopfschmerzen nehmen wir Erwachsene ganz gern Tabletten, oder? Versucht doch mal wieder mehr Natur! Nächsten Monat werde ich im Rahmen eines Workshops mich mit Heil-Düften beschäftigen, die sind im Glas <3 aber auch Tigerbalsam oder Erkältungstropfen oder auch Erkältungssalben aus dem Glas sind allesamt gesünder und nachhaltiger. Oder? 
  5. Kleidung – ich spare mittlerweile auf Bio-Kleidung. Ja, sie ist teuer, aber mit meinem Gewissen vertretbar und ich habe gelernt, dass man gute Baumwolle (100%) gar nicht so oft waschen muss, da sich die Fasern selbst regenerieren und auslüften. Gut, oder? Auch hier gilt als Alternative: Second-Hand (was ich noch viel zu selten mache und das voll doof von mir finde).
  6. Taschentücher – niemand wird mich zu wiederverwendbare Taschentücher überreden können. Ich finde das sooo eckelig. Aber ich nutze Taschentücher aus Kartons. Da ist weniger Plastik dran und Papier kann man wiederverwerten.
  7. Klopapier – hier nehme ich das recycelte Papier.
  8. Energie sparen – LEDs oder Lichter aus und am besten Steckdosen mit Off-Schalter, das hat bei mir in der Abrechnung echt viel bewirkt UND hilft der Umwelt
  9. Solar – Lichterketten und Lampen für Sommer und Winter funktionieren super mit Solar statt Batterien. Generell: Früher war mehr aufladbarer Akku, oder? Ist das aus der Mode gekommen?
  10. Fun-Fact – zu Studentenzeiten habe ich meine Spülmaschine und den Ofen in der Küche nur so laufen lassen, dass ich nach dem Ende öffnen und mit der warmen Luft die Küche heitzen konnte 🙂

Sonstige Ideen für mehr Nachhaltigkeit

  1. Schreibgeräte – Eine Idee, die auch über die Challenge kam: Wieder mehr mit Füller schreiben, statt Einweg-Feinleiner. Und Füller dann mit Adapter und Tinte. Ich habe meinen alten Füller noch und sogar Tintenfässer. Bräuchte es nur einen Adapter 🙂 Aber ich bin ehrlich: Ich kriege so viele Kugelschreiber geschenkt… ich weiß nicht mal, wohin damit.
  2. Erde – In der Nähe von uns befindet sich einer der vielen Werkstoff-Höfe der Stadt. Dort kann man übrigens Erde für seeehr kleines Geld kaufen: Kompostierte Erde! Denn die Werkstoff-Höfe sammeln den Bio-Müll, kompostieren und diese Erde kann man dort kaufen. Einmal einen Hof-Eimer erstanden, kostet ein Eimer voll (ich glaube) 1€. Mega, oder?
  3. Kompost – Ich habe gesehen, es gibt auch Küchenkompostierer. Aber ich weiß nicht, ob das was für uns wäre? Muss ich mir mal ansehen!
  4. Transportmittel – ja, Fahrrad fahren… in Wuppertal eher weniger. Aber es gibt Car-Sharing oder Nachbarn oder Freunde oder Familie (wie bei uns)…
  5. Spielzeug – hätte ich damals das Geld gehabt, wären hier viele Spielzeuge von Grimm und Ostheimer eingezogen. Bis auf einige wenige Flohmarktfunde konnte ich es mir nicht leisten. ABER: wir haben sämtliches Spielzeug meiner älteren Geschwister (Autos, Playmobil, Duplo, Lego…) aus den Kellern gekramt und wieder im Gebrauch. Ja, es ist Plastik, aber es hält ewig! Kauft das Zeug gebraucht, packt es in die Spülmaschine und fertig! Niemand muss es neu kaufen. Niemand!

Nachhaltig spenden

Ich habe im letzten Beitrag schon darauf hingewiesen: Bitte schmeißt gute Sachen nicht weg!

  1. Die Tafel nimmt Anziehsachen und Schuhe
  2. oder auch Bücher! Aber diese kann man auch in Bücher-Schränke stellen
  3. In jeder Stadt gibt es sicherlich ein Geschäft, welches Spielwaren (auch unvollständig) entgegennimmt und für kleines Geld an ärmere Familien verkauft
  4. In Wuppertal gibt es Utopia-Stadt. Dort steht ein Kühlschrank in den man Lebensmittel stellen kann, die man nicht mehr aufbraucht (weil man verreist oder was auch immer) – vielleicht auch bei euch?
  5. Ein soziales Nähprojekt bei mir in der Nähe nimmt (gewaschene) ganz alte Kleidung, Lumpen an. Sie nähen daraus neues oder aber auch Putzlappen für Lehrlinge etc., fragt mal nach
  6. Stellt eine „Ein Geschenk für Dich“-Kiste vor die Tür (oder wartet auf Sperrmüll, aber packt nicht alles in Säcke, sondern in offene Kisten)
  7. Virtuelle Flomärkte – die Netzwerke sind voller Flohmärkte. Über Facebook verschenkt eine Familie hier in der Nähe regelmäßig Obst aus dem Garten, weil es zu viel für sie ist und sie es nicht wegschmeißen wollen. Schaut einfach mal und habt Mut zu fragen!

Leider fehlt in Wuppertal ein Unverpackt-Laden, aber gute Wochenmärkte und Reformhäuser gibts hier auch 🙂

Trotzdem habe ich überlegt, vielleicht fändet ihr eine Liste von guten Go-Green Shops auch interessant? Eine Auflistung aller guten online Shops? Ja, der Versand stößt CO2 aus, aber ihr könntet Sammelbestellungen machen? Wie wärs?

 

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