Die ersten Brettspiele

Erste Spiele ab 3 JahreMomentan ist der Lausbub sehr krank. Bronchitis mit Mittelohr… Alles was das Mutterherz begehrt. Nicht. Jedenfalls hat er strengste Ruhe verordnet bekommen. Und eine Strafpredigt mit 3 Jahren von seinem Arzt, dass man sich nicht so bewegen soll – das saß. Was also von morgens bis abends tun, wenn rennen nicht geht und alles andere irgendwie nervt? Tatsächlich hat der Lausbub heute die Brettspiele für sich entdeckt. Welche Spiele wir heute gespielt haben (ja, wirklich alle 1 bis 2 mal, weil er „Blut gelegt“ hatte), sehen Sie hier.

 

Alle genannten Spiele sind so ab 2 beziehungsweise 3 Jahre spielbar (jedenfalls bei uns), sind ideal für erste Brettspiel-Erfahrungen und haben wir problemlos zu zweit gespielt. Die meisten gehen sogar allein, was ich auch toll finde. Ebenfalls praktisch: Die meisten Spiele sind heut zu tage so konzipiert, dass man sie steigern kann. Ob Spielbeutel oder mehrere Möglichkeiten, man bekommt meist bis zu 3 Anleitungen. Super! 

BTiere Füttern und Quips - Spiele ab 3 Jahreegonnen haben wir mit dem neuen „Tiere Füttern“ von Ravensburger. Das Spiel haben wir neu und war Auslöser für die Begeisterung vom Lausbuben. Man legt Tiere auf entsprechende Karten. Anschließend zieht man Futterkarten und muss diese zuordnen. Beispielsweise legt man das Pferd in den Stall und ordnet ihm als Futter Getreide, Gräser und Apfel zu. Ravensburger gibt hier mehrere Spielstufen vor. Es gibt auch einen Beutel, damit man das ziehen von Spielsteinen lernt. Ein Heft mit „Sprachförderung“ ist nett, aber brauchen wir nicht 😀

Quips“ ist auch von Ravensburger und stammt auch aus der „Spielend Neues Lernen“ Reihe. Wobei ich glaube, dass es „Quips“ vor dieser Reihe gab hihi. Hier kann man auch in diversen Stufen spielen und hat auch einen Ziehbeutel und Würfel zur Auswahl. Ziel ist es immer, dass man farbige Steine auf Karten legen. Beispielsweise werden die blauen Steine in die Wolken gelegt etc. Aber muss ich dazu noch mehr sagen? 

Fazit: Beide Spiele sind ohne „Gewinner“. Finde ich schon mal gut. „Tiere füttern“ mag der Lausbub sehr! Und ich denke, er lernt sehr schnell, welche Tiere was genau essen. Dass ein Huhn auch Ameisen ist, war bisher jedenfalls neu für ihn. „Quips“ ist zum lernen der Farben gut – hatte er heute aber wenig Interesse dran. Ich finde ja die Bilder-Karten etwas… unmodern, wenn auch sehr hübsch. „Tiere füttern“ hingegen ist bildlich super schön! Haptisch ist „Tiere füttern“ auch groß genug für dieses Alter, „Quips“ ist gerade so noch zum verschlucken, wenn die Kinder zu klein sind. 

Obstgarten und Mein Apfelbaum als erste Spiele ab 3 JahreAnschließend gab es „Obstgarten“ von Haba und „Mein Apfelbaum„. Obstgarten ist sogar schon die große Version. Viel dazu sagen, muss man wohl auch nicht. 4 Früchte müssen per passenden Farb-Würfel in die Körbe gepflügt werden. Wer aber den Raben würfelt, muss ein Teilstück eines Bildes hinlegen. Ist der Rabe fertig. Hat er gewonnen. Sonst haben alle die Früchte geerntet und alle haben gewonnen. „Mein Apfelbaum“ ist ähnlich, nur das hier ein Pfeil gedreht wird. Den Raben gibt es nicht, dafür einen Junge, der Äpfel klaut.

Fazit: Der „Obstgarten“ ist unheimlich beliebt. Das haben wir sicherlich 4 mal gespielt. Die Spannung, ob wir es schaffen, vor dem Raben zu ernten, hat den Lausbuben total begeistert. Auch die Kombi würfeln und Farben war genau richtig. Zur Gestaltung muss ich sagen, dass ich das Apfelbaum Spiel wirklich nicht gut finde. Die Stängel der Äpfel knibbeln Kinder total gern ab. Und obwohl das Obst im Obstgarten nur unwesentlich größer ist, sind sie aus Holz und gehen irgendwie nicht so schnell verloren!

Duomino Pepito und Würfelzwerge - erste Spiele ab 3 JahreDann wurde noch ein Domino „Duomino Pepito“ gespielt. Das war aber mehr so ein hinlegen und Bilder gucken. Ebenfalls von Selecta ist „WürfelZwerge„. Hier gibt es Karten mit lustigen Zwergen drauf. Alle tragen einen Hut, ein Shirt und eine Hose. Diese haben unterschiedliche Farben. Drei Farbwürfel machen das Spiel komplett. Nun wird gewürfelt und der passende Zwerg mit der gleichen Farbkombination gesucht. 

Fazit: Das Domino ist schon für kleinere Kinder bestens geeignet (besitzen wir auch schon ewig). Die Bilder sind toll und das Holz ist super für die Haptik. Einen ersten Eindruck für „das und das ist gleich“ dafür ist wirklich gut! Die „WürfelZwerge“ sind allerdings mit 52 Karten wirklich viel (wenn auch ebenfalls hübsch). Wir haben das Spiel auch gemeinsam gespielt. So gab es erstmal wieder keinen Gewinner. Und man konnte bei den Zwergen auch ganz leicht mal helfen. Wir haben dann nach 20 Zwergen aufgehört, da war die Konzentration dahin. Aber da war es gerade auch am schönsten 😉

Memory - erste Spiele ab 3 JahrenAls Memorie haben wir momentan noch dieses niedliche Holz-Exemplar. Die Sonnen verdecken Bilder und man muss eben die Paare suchen. Es gibt 6 Platten, so dass es auch nicht langweilig wird unter den Sonnen. Auch dieses Spiel begleitet uns schon länger. Die Sonnen und die Bilder darunter animieren ja schon die Kleinsten – ohne gefährlich zu sein. Der Lausbub ist nur sehr ungeduldig, was das Suchen von Paaren angeht. Er will sich direkt alle merken und dann vergisst er schon mal, wie viele Sonnen er aufdecken soll oder wo was lag, obwohl ich mir sicher bin, dass er das weiß. Daher spielen wir das wirklich immer nur ein paar Runden. 

Und was wir aber nicht spielen durften: Gänsemarsch - erste Spiele ab 3 JahreGänsemarsch„. Dieses Spiel fördert die Bewegung und weil ich nicht mit dem Lausbuben hüpfen oder laufen wollte, blieb dieses Spiel heute leider in der Kiste. Dabei ist es neu und ich freue mich seeeehr darauf. 

Zwei Hinweise noch.

Ich empfehle natürlich hier die Spiele NICHT altersbedingt. Darum gibt es keine genaueren Hersteller-Angaben. Darauf… ähm… wie sage ich das… pfeife ich. Jedes Kind ist anders und ich habe Kinder in meinem Umfeld, die diese Spiele entweder schon lange kennen und können oder aber überhaupt nicht mögen. Also: Ausprobieren, ausprobieren und nochmal ausprobieren.
Wir tauschen übrigens innerhalb der Familie auch gern, damit nicht jeder so viel Geld ausgeben muss – vielleicht finden Sie da auch was?

Und noch ein Hinweis: Ich bekomme für die Nennung der Spiele nichts! Es sind wirklich die, die wir im Schrank haben und wir den Tag über gespielt haben. Darum aber auch: Meine Eindrücke und meine Meinung. Hersteller-Hinweise gibt es dann in eurem Fachgeschäft für Spiele 😉

5 Kommentare


  1. //

    Danke Steffi,
    ganz lieb, Deine Vorschläge! Lotti Karotti wird hier gerade auch gespielt ohne Ende 🙂 Aber der Lausbub ist und bliebt ein Sand-Matsch-Renn-Fahr-Sammel-Draußen Kind. Momentan ist sein Playmobil Ritter noch hoch im Kurs, aber so bald es geht, will er lieber raus… 😀


  2. //

    bei uns wird viel gespielt. wir sind eine zockerfamilie. für kinder finde ich haba spiele super. leichte spielregeln, schöne holzfiguren und tolle spielideen. von bella blümchen für die kleinsten, socken zocken, glückspiraten und molly mief für die anfänger und nun feuerdrachen. aber auch kartenspiele wie uno und mau mau oder brettspiele lotti karotti und looping loui machen immer viel spass. könnte jetzt noch weiter schreiben. aber einfach bei bedarf mal nachfragen. steffi



  3. //

    Meinst Du das Tempo, Tempo kleine Schnecke? Ja, das würde ich auch gern mit ihm austesten 😀
    Heute haben wir noch ein zwei Lernspiele probiert, die die Oma noch so hatte. Aber das war irgendwie wieder zu „schwer“.
    Aber das er überhaupt spielt… toll!

    LG
    Petra


  4. //

    Für das Alter finde ich “Schneckenrennen“ und “Kissenklau“ auch sehr schön. Ich freue mich schon darauf, wenn mein Kleiner ins Brettspiel-Alter kommt.
    LG, Micha

Comments are closed.