#DubistDemokratie – warum wir das unseren Kindern vermitteln sollten

Wir (meine Familie und ich) leben in Deutschland, einem sogenannten Sozialstaat, einer Demokratie!

Und ich bin froh, hier zu leben! Auch wenn es sich oft nicht so anhört, aber mir ist nur all zu deutlich bewusst, dass ich eine Krankenversicherung, eine Arbeitslosenversicherung und eine staatliche Rente habe. All das sichert mir ein Überleben in Notfällen. Mein Sohn und ich müssten niemals Hungern. So der Grundgedanke unseres Staates. Nur bin ich an manchmal Stellen des Systemes irritiert. Ich habe dann das Gefühl, hier wird eine Gruppe übergangen oder sogar benachteiligt. Oft informiere ich mich dann und stelle fest: Die Lebensumstände vieler Menschen haben sich viel schneller geändert als die Gesetze.

Doch wisst ihr, was gut an so einer Demokratie ist?

Ich kann und darf mir als Konsequenz dann aber auch herausnehmen, etwas an diesem System zu kritisieren, es zu hinterfragen und zu überlegen, dass manche Punkte des Systems nicht mehr zu den gesellschaftlichen Umständen passen. Denn dies hier ist kein Staat eines einzelnen Tyrannen, sondern unser aller Staat, unser System in dem auch meine Meinung zählt.

Ist das nicht großartig? Ich muss keine Angst haben, dass ich verhaftet werde, wenn ich meinen Weg in die Arbeitslosigkeit gespickt mit kritischen Äußerungen schildere oder über Vereinbarkeitsprobleme blogge. Ich brauche mich vor staatlicher Gewalt (hoffentlich niemals!) fürchten. 

Genau DAS ist Demokratie: Ich darf meine Meinung äußern, mit diskutieren und auch mitbestimmen!

 

Außerdem ist es mir möglich, meinem Sohn schon jetzt politische Fragen näher zu bringen, in einem Alter, in dem er meine Meinung ungefiltert weiter gibt. Etwas, was zu Stasi-Zeiten wohl nicht möglich gewesen wäre, aus Angst, die Kinder verraten die politische Meinung in der Öffentlichkeit… So hören wir ungezwungen Nachrichten und ich kann ihm frei erklären, welche Präsidenten es gibt, warum ich welche Meinung zu ihnen habe und wie andere das sehen. Zusätzlich kann ich über Fragen wie Krankentage für Alleinerziehende bloggen oder mich für Flüchtlinge engagieren und ich kann sagen: Ich will etwas ändern! Und wenn mein Sohn mich dann fragt: Wie denn? Dann kann ich sagen, weil ich über den Blog mit diskutiere was in Deutschland passiert und Demokratie kennst Du ja schon aus der Kita: Alle dürfen etwas sagen, es wird gerecht geteilt und alle bestimmen mit, die Mehrheit entscheidet. Das versteht er, das findet er gut. 

Ich muss ergänzen, dass Diskutieren mir persönlich nun nicht mehr reicht. So engagiere ich mich privat (das ist noch geheim) und bin desweiteren kürzlich in eine Partei eingetreten. Nicht, weil mich das Parteiprogramm so überzeugt, sondern weil ich es satt hatte, nur zu jammern, wie schlecht etwas ist, dessen Grundidee doch so positiv besetzt war. Wer, wenn nicht wir, könnte aber etwas verändern? Es gibt so viele Ortsvereine und Gruppierungen der großen Parteien (und auch unabhängig derer), die sich im Kleinen engagieren und damit im Großen etwas verändern können. Man muss sich nur mal informieren. Denn auch das kann man in einer Demokratie: uneingeschränkte Informationen sammeln! Oder auf FB mit einer ganzen Gruppe die Idee zu diesem Blog-Aufruf „mal eben“ entwerfen 🙂

 

Wenn wir nicht vorleben, wie Demokratie geht, weiß es bald niemand mehr!

 

Wenn wir nämlich vergessen, dass jeder Einzelne für die Demokratie Deutschlands einstehen kann und muss, dann wird dies in den folgenden Generationen bald keiner mehr tun. Dann gewinnen die, die eben nicht wollen, dass wir über mehr als nur Kochrezepte bloggen. Dann dürfen wir uns nicht mehr frei im Internet äußern und recherchieren und schon gar nicht uns bilden. Dann müsste ich Angst haben um meinen Sohn, wenn er sagt, welche Präsidenten er gut und welche schlecht findet und warum er will, dass Flüchtlinge in seinem Kindergarten willkommen sind. 

Und ich will verdammt noch mal keine Angst um das Leben meines Sohnes haben müssen!!!

Jetzt und auch in Zukunft nicht. Also sage ich etwas, tue ich etwas. Vielleicht ecke ich mit meinen Meinungen an, vielleicht mache ich mir damit Feinde oder mache mich unbeliebt. Das ist mir aber egal, denn ich sitze nicht an meinem Stammtisch und gröle Parolen und warte auf den Retter (um dann über selbigen zu schimpfen). 

Wir verteidigen unsere Freiheit und unsere Demokratie nicht durch Warten! Ich finde natürlich nicht, dass jeder postwendend deshalb gleich in eine Partei eintreten muss. Jedem die Freiheit zu lassen, sich zu entscheiden, auch das ist Demokratie. Nur: Wir sollten alle WÄHLEN gehen, denn ohne uns, ohne dich und mich, da gibt es bald keine Demokratie mehr! Jede Stimme zählt, sonst entscheidet irgendwann eine Hand voll Menschen über unser gesamtes Land. Das können wir doch nicht wollen, oder? Denn #DubistDemokratie!

Geht wählen!!!

 

Und für den Fall, dass ihr nicht wisst, wen oder was ihr wählen sollt: Der Wahl-O-Mat ist zwar nicht perfekt, aber er gibt zumindest die Grundrichtungen der Parteien wieder. 

Kindern würde ich die Kurzfilme des Kinderformates logo! über Demokratie und logo! über Wahlen empfehlen! Kurz und knackig 🙂

 

 

Elterblogger-Initiative: Wie und warum erklärt ihr euren Kindern die Demokratie, die Politik und die Wahlen?

Wichtig für alle Blogger, die das Thema aufgreifen wollen:

  1. Macht mit ! und schreibt etwas zu dem Thema „Demokratie – warum unsere Kinder es dringend verstehen müssen“ und ruft dazu auf, zu den Wahlen zu gehen!
  2. Verlinkt euch untereinander so gut es geht! Genau dann entsteht es: Ein riesiges Netzwerk aus Artikeln zu #DubistDemokratie !!!
  3. Es wäre cool, wenn wir alle ein ähnliches Titelbild verwenden mit einer Pappe in der Hand und dem Hashtag #DubistDemokratie – sorgt für Wiedererkennungswerte 🙂
  4. Ruft zu den nächsten politischen Wahlen auf!

 

Und hier findet ihr hoffentlich sehr bald weitere Artikel anderer, wunderbarer Blogger! 

  1. Tolla Beá, die mit uns diese Idee angeregt hat, erklärt, warum sie Demokratie so wichtig findet
  2. Martina erklärt mit Playmobil, warum nicht wählen schlimmer ist als das falsche zu wählen
  3. KindundStudium erklärt, dass Politik nicht einfach ist, aber nur wir alle etwas verändern können
  4. Wheelymum, sagt deutlich, dass wir unser Wahlrecht nutzen müssen
  5. Murmelmama sagt laut, dass Demokratie und Wahlrecht unsere kostbarsten Güter sind
  6. Motzmama sagt, wir müssen es unseren Kindern auch vorleben
  7. Stadtlandmama: Unsere Kinder werden einmal wählen dürfen. Es ist also ein Wichtiges, sie mitzunehmen
  8. Laura von HeuteistMusik fordert, alle auf, ihre Stimme zu erheben
  9. Andrea fordert uns alle auf: Nicht nur mecker, sondern aktives Vorbild sein
  10. Gluckeundso erzählt von politischen Enttäuschungen, gibt aber nicht auf
  11. Susanne erzählt der kleinen Wolke, dass gerade nichts klappt, aber wir zusammenhalten müssen
  12. Frau Chamailion ruft uns zu , das unsere Bürgerpflicht der Kampf nach echter Wahlfreiheit ist
  13. Die Perlenmama erzählt, wie sie den Kindern Demokratie erklärt
  14. Susanne von Ich lebe! Jetzt! sagt, auch wenn es sich wie Windmühlen anfühlt, weiter machen
  15. Eva weiß, kein Hass im Herzen ist nicht immer leicht
  16. Impressions of life sagt: Politik beginnt zu hause
  17. Papaleaks ist frustriert
  18. Juli über ihr Wahl-o-mal Ergebnis
  19. Im Einmalandersmitscharf Blog steht: Demokratie und Menschenrechte sind etwas, was jeder und jedem zusteht, was aber keinesfalls selbstverständlich ist
  20. Papablog schreibt, dass es ein Privileg ist, dass wir in Freiheit leben
  21. Kinderkichern wünscht sich, dass mehr Eltern mit ihren Kindern frei reden
  22. Laura schreibt: Wir können mit unserem Verhalten unsere Kinder prägen
  23. Sabrina erzählt von ihrem Wahltag – und Politik im Alltag
  24. Kerstin und Hannelore an der Laterne

 

Immerhin hat es die Aktion schon in den Newsletter der Süddeutsche Zeitung / Familie gebracht 🙂

20 Kommentare




  1. // Antworten

    Liebe Petra, ich hab da auch endlich mal was fertig geschrieben. Gedanken dazu sind mir schon lange im Kopf herum gekreiselt, aber jetzt konnte ich sie in eine vernünftige (Blogparaden-)Form gießen. danke für die Anregung und die vielen spannenden Beiträge, die ich deshalb lesen konnte!

    https://vereinbarkeitsblog.de/dubistdemokratie/





    1. // Antworten

      Habe alles eingefügt! 🙂
      Wir lesen uns sicherlich!!! <3










  2. // Antworten

    Liebe Petra, ich freue mich so über diese Blogparade, die beste ever! Vielen Dank für den Text und ich erlaube mir, einen Link schon direkt drunter zu setzen. Ich habe nämlich nach den Wahlen in Amerika einen Artikel geschrieben: http://heuteistmusik.de/nach-der-us-wahl-was-wir-eltern-fuer-unsere-kinder-tun-koennen/

    Aber das Foto mache ich direkt auch noch und schicke es über die Netzwerke rum. DAS THEMA IST SOOOOO WICHTIG und ich will, dass meine Kinder später auch in einer Demokratie leben dürfen. Liebe Grüße von Laura

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