Erfahrungsbericht Produkttester

produkttest erfahrungen  von allerlei-themenHeute kommt mal ein intensives Marketing-Thema an die Reihe. Ich möchte nämlich heute über SocialMedia-Produkttester mit euch sprechen. Dieses Thema ist für ziemlich alle interessant, die im Internet irgendetwas verkaufen wollen, ob Selbstgemachtes oder Waschmaschinen.

Wir führen eine ganze Reihe solcher Produkttest nahezu monatlich bei unseren Kunden durch. Wozu und wie funktioniert das und wie sind die Erfahrungen?

Wozu Produkttests?

Es ist ja so, der Mensch ist ein Herdentier. Ein Lemming um genau zu sein. Das darum die Marketing-Experten irgendwann auf die Idee der „Empfehlungen“ gekommen sind, ist nicht erst seit amazon-Kundenbewertungen bekannt. Eine besondere Form davon sind Produkttester in den sozialen Netzwerken wie auf Facebook und Twitter.

Wie funktionieren Produkttest-Ausschreibungen?

In der Regel bestimmt der Kunde, welche Produkte er von seiner Marge her verschmerzen kann. Denn eins ist klar: Das Produkt, welches getestet werden soll, wird im Grunde verschenkt. Wobei ich das Wort verschenkt nicht mag. Denn wir tauschen die Produkte ja ein für etwas was laut meiner Einleitung viel wertvoller ist: Erfahrungs-Empfehlungen!

Steht das zu testende Produkt, kann man es auf diversen Netzwerken ausschreiben. Unsere Erfahrung hat uns gelehrt, dass man damit auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann: Auf Facebook sehen die Tester Informationen über das aktuelle Produkt nur, wenn sie auch Fan der Seite sind. Und zwar NUR hier. Es gibt keine andere Informationsquelle. In den anderen Netzwerken verweist man dann nach Facebook. [Edit: Diese Möglichkeit wird es ab November seitens Facebook nicht mehr geben]

Bewerber für diesen Produkttest müssen sich anschließend mit der eigenen Biografie und der URL beim Online Shop per Mail bewerben. Zusätzliche Aufgaben wie „twittert darüber“ oder „kommentiert einen Post“ kann man machen, sind aber Hemmschwellen (und man hat mehr zu kontrollieren). Nach dem Bewerbungszeitraum schaue ich mir als Marketing-Profis die Bewerber an und da geht es natürlich auch um Kennzahlen wie Reichweite etc. Ist der Bericht des Tests online gestellt, verwerten wir dies weiter (der Rest bleibt Berufsgeheimnis).

Im Übrigen: Die großen Blogger bewerben sich natürlich nicht. Diese werden mit Testanfragen zugeschüttet. Oftmals lassen diese sich das gut bezahlen. Ja, kann man mal machen. Aber dieser Weg geht dann oft sehr ins Geld. Und wenn kleinere Blogs öfter testen, ist das ja irgendwie auch was.

Und unsere Erfahrung damit?

Ich mag Produkttests. Man kann damit in kurzer Zeit doch einiges an Leserschaft / Traffic gewinnen. Und auch die Blogger gewinnen so an Leser, wenn sie interessante Produkte testen. Denn immerhin wollen auch deren Leser ja Empfehlungen lesen. Wichtig ist nur: Authentisch. Gefakte oder verkaufte Produkttests liest man in der Regel heraus. Darum verlose ich auch lieber die Produkte, als sie zu verkaufen. Und es ist erstaunlich wie detailreiche Testberichte dabei herauskommen.

Nachteil: Oftmals ist die Zielgruppe nicht bei den Produkttestern dabei. Dies machen in der Regel viele (Haus-)Frauen. Achtung: wertfrei! Aber dem ist nun mal so. Dass diese Tests dann trotzdem Wirkung zeigen – das liegt dann an mir 😉

Na? Lust auch einen Test zu starten? Oder habt ihr das schon mal gemacht?