Lausbub lernt kochen

Ich habe es Freitag schon in den Friday Fives erwähnt, aber weil es uns so viel Spaß macht, wollte ich es hier noch einmal gern zeigen. Außerdem freue ich mich immer, wenn ich eine Idee von Tanja (wie diese #MonteMon Montessori Montage) aufgreifen kann 🙂 
Was hat es also mit dem Kochen und unseren Montessori Erfahrungen auf sich?

Nun Montessori geht davon aus, dass Kinder nur lernen, wenn sie etwas ausprobieren. Jaaaa, das ist etwas runter gebrochen, dieser erzieherischer Ansatz, aber darum geht es ja nicht 😀 Es geht um eine Bratpfanne, für die ich auszog, sie zu kaufen. Meine Küche brauchte unbedingt eine neue. Nicht verhandelbar. Also hatte ich mir eine zum Geburtstag gewünscht. 

Auf der Jagd nach einer passenden Pfanne würde ich bei uns vor Ort fündig. An der Kasse gab es so niedliche Ein-Personen-Spiegelei-Pfannen, so nannte die Verkäuferin diese Pfannen. Da passt entweder ein Spiegelei rein, oder man kann Speck drin ausbraten oder Zwiebeln oder weiß der Geier. Mütter denken da anders. Mütter denken „auuuw, die wäre aber süüüüß“. Glauben Sie nicht? Doch, im ernst. Ich dachte: Auuuw, die würde dem Lausbuben gefallen. Also direkt mal eine mitgenommen. Zugegeben, die kosten auch nicht die Welt. 

Was dann geschah, war irgendwie nicht wirklich durchdacht, denn nach der Übergabe des Mitbringsels erwachte im Lausbuben die Kochwut (Immerhin kein Wutzwerg, aber das ist eine andere, weniger schöne Geschichte). Und seit dem wird hier jeden Tag so gekocht, das mindestens eine Zutat davon in dieser Mini-Pfanne landet: Eier, Gemüse oder eben ein Schnitzelchen! Der Lausbub schneidet, rührt, schüttet, isst UND räumt auf. Das alles wohlgemerkt während eines Kochvorgangs. Wahnsinn! 
Sie lesen mich als Mutter fast sprachlos!

Nun ist der Lausbub generell der Küche nicht abgeneigt. Ich meine, da gibt es überlebenswichtige Dinge, wie Schokolade. Aber eben auch Kochtöpfe, Lebensmittel und Rührstäbe. Alles super spannend. Alles für kleine Kinder wirklich unhandlich und kaum nutzbar. Gerade wenn es große Töpfe sind, wird es schwer mit dem Reinschauen und Umrühren etc. 

Diese Pfanne animiert ihn zum aktiven Mitmachen und zum selbständigen Kochen (und Aufräumen, weil ist ja seins! Da isser eigen!). Ich bin hin und weg und freue mich, dass sogar so etwas Kinder-Giftiges wie Spargel gegessen wird, weil man das eben selbst gekocht hat 🙂 Das gemeinsame Erlebnis, mit der Mama zu kochen, dass kommt übrigens auch unseren Marte Meo Erfahrungen zu gute: Positives kommentieren und hervorheben. Darauf kann man aufbauen!

Und nur um das klar zu stellen: Der Lausbub wird nicht gezwungen und mir ist klar, dass die Begeisterung nachlassen kann. Aber es kann für das spätere Leben schon nicht schaden, wenn man mal ein Spiegelei selbst gebraten hat, oder? Bis dahin suche ich noch nach funktionstüchtigen (!) Mini-Waschmaschinen und Bügeleisen. Kleine Schrubber gibt es ja bereits 😀 

 

 

3 Kommentare



  1. //

    😀 08-15 Köchin! Das glaub ich nicht! Aber ja, Mithelfen soll Spaß machen!!! Und aus pädagogischer Sicht gibt es wohl nichts besseres, was auf das spätere Leben vorbereitet 🙂


  2. //

    unsere maus hilft auch gerne beim kochen. schürze um , eine rote mit weißen schriftzug küchenfee, und hocker geholt. ein bisschen rühren, was vermengen und vorallem abschmecken und probieren. am liebsten mit papa. mit einem richtigen koch macht es halt mehr spass, als mit einer 08-15 mama-köchin.

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