Natur entdecken: (wildes) Stiefmütterchen Aquarell

Ihr mögt euch wundern, wie manche Themen hier auf dem Blog zusammen passen, oder?
Da schreibe ich über mein Leben als getrennt Erziehende (Alleinerziehende), Nachhaltigkeit, Reisen und dann ab und an auch über komische Hobbys wie Reiten und Malen (Aquarell). Ich kann euch sagen: Das gehört alles zusammen, das bin ich. Mit allem, was dazu gehört. Denn auch wenn ich getrennt lebe, kann ich mir Gedanken um die Umwelt machen, kann reisen und Hobbys haben. 🙂

Und heute geht es mal wieder ums Malen, denn ich brauche gerade kleine Kraftquellen. Da kommt mir die Natur immer sehr gelegen. Und dann bitte gern nicht so teuer, reginal und trotzdem mit Pfiff.

Eine kleine, unscheinbare Pflanze: Das Wilde Stiefmütterchen

Warum heißen sie so?
Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Veilchen. Im Volksmund nennt man diese Pflanze auch Ackerveilchen, Muttergottesschuh, Mädchenaugen, Schöngesicht oder Liebesgesichtli. Also eigentlich alles Namen, die auf ein „schönes Gesicht“ schließen lassen. Aber Wiki erklärt es so: „Die fünf bunten Blütenkronblätter werden von fünf Kelchblättern getragen. Das unterste, große und stark gefärbte Blütenkronblatt sitzt auf zwei Kelchblättern. Das ist die Stiefmutter. Links und rechts von ihr sitzen ihre zwei bunt gefärbten Töchter jeweils auf einem Kelchblatt. Die zwei oberen, meist einfach violettfarbenen Blütenblätter stellen die zwei Stieftöchter dar. Sie müssen sich mit einem Kelchblatt gemeinsam begnügen.“
Wahnsinn, oder? 🙂

Wie blüht die Pflanze?
Als ein- bis mehrjährige Pflanze hat das Wilde Stiefmütterchen eine Wuchshöhe zwischen 10 und 40 cm. Meine sind tatsächlich um die 40 cm „hoch“ (siehe zweites Bild). Es wächst an Wiesen- und Wegränder und ist recht anspruchslos. Selbst eine kurze Trockenheit haut diese Pflanze nicht direkt um.

Ist die Pflanze gesund oder giftig?
Das Wilde Stiefmütterchen kann vielfältig eingesetzt werden. Der obere Teil kann, getrocknet, sogar eine pharmazeutische Droge bei Rheuma oder Katarrhen der Atemwege sein. Die Blüten können bei leichten Hauterkrankungen wie Juckreiz und Milchschorf und Akne helfen. Die Inhaltsstoffe können auch entzündungshemmend und schleimlösend wirken (lindert Hustenreiz).
Giftig ist das Stiefmütterchen allerdings nicht.
Die Blüten werden sogar oft zur Dekoration verwendet.

Gibt es eine Symbolik?
Theodor Storm schreibt über diese zarte Pflanze und Shakespeare sieht darin sogar einen Liebestrank…

 

Das Wilde Stiefmütterchen in Natura

Diese beiden kleinen Exemplare wachsen auf meinem Balkon. „Wild“ heißen sie nicht, weil sie sich dort hingepflanzt haben, sondern wegen ihrer Ursprünglichen Form. Sie sind kleiner, zierlicher, aber nicht weniger schön als ihre gezüchteten Artgenossen, oder was meint ihr?

wildes Stiefmütterchen in Gelbtöne

Sie eignen sich sogar als mini „Hängepflanze“, wenn man sie gut pflegt und sie größer werden – wie hier in meinem kleinen Messing-Topf:

wildes stiefmuetterchen auf meinem Balkon

 

…und meine Aquarell-Variante eines Stiefmütterchens

Hier habe ich einen Blütenstengel des Krauts mal in Aquarell nachgezeichnet. Es ist so einfach, so simpel aber doch so schön in seiner Tiefe.

Stiefmütterchen mit Aquarell gemalt

 

Hübsch, oder? 🙂

 

Hier meine Aquarellausstattung 🙂

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