Rezension „Stark und Alleinerziehend“

Stark und Alleinerziehend - das BuchHeute ist mal wieder Zeit für eine Rezension. Dieses Buch liegt mir doppelt am Herzen! Zum einen schätze ich die Arbeit der Autorin sehr und zum anderen durfte ich sogar probelesen und möchte meine Gedanken daher gern an euch weiter geben! Es handelt sich hier also um eine Herzensangelegenheit (und keine bezahlte Werbung).

Welches Buch ist es also?

„Stark und Alleinerziehend“ von Dr. Alexandra Widmer.
Es stammt aus dem Kösel Verlag und erschien Mitte 2016. Mittlerweile gibt es die zweite Auflage des Buches. 
Die 252 Seiten sind voller nützlicher Tipps, wie schon der Untertitel verrät „Wie du der Erschöpfung entkommst und mutig neue Wege gehst“.

Worum geht es im Buch?

Dieses Buch ist also kein Roman oder Kinderbuch, sondern ein Ratgeber. 

Wie ich dazu komme? Nun, Alexandra setzt sich seit nun mehr „Jahren“ für Alleinerziehende und deren Gesundheit ein. Es ist kein Geheimnis mehr, dass ein viel zu großer Prozentsatz der Millionen von Alleinerziehenden täglich an ihre psychischen und physischen Belastungsgrenzen stoßen. Alexandra zeigt, wie wir mit nur wenigen Änderungen im Umgang mit uns selbst, etwas Entlastung verschaffen können. Getreu dem Motto „nur wenn es dir gut geht, geht es deinem Kind gut!“ schlägt Alexandra nicht die berühmten „Auszeiten von den Kindern“ vor, sondern erklärt, wie wir mit Hilfe unserer Einstellung zu eine ähnlichen, wenn nicht sogar besseren Ergebnis kommen.

Dieses Buch ersetzt keinen Therapeuten, aber es hilft ungemein bei der Selbstreflexion und gibt aktive Hilfestellungen im Alltag mit uns und unseren Kindern.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Äußerer Aufbau:

Das Buch ist in 5 große Kapitel mit einer Menge Unterkapitel aufgeteilt. Hier geht es um Themen wie „Das innere Drehbuch“, „Selbstgespräche, aber mal ganz anders“ und „Alleinerziehend, und nun?“. Das alles sind Themen, die  (frisch verlassene) Alleinerziehende besonders beschäftigen: Die Phase nach der Trennung, der Umgang mit sich selbst und den Kindern…

Was besonders beim schnellen Durchblättern auffällt: Das Buch ist in rot und schwarz gehalten. Es gibt sehr oft „rote Stellen“, die wichtige Sätze und Zusammenfassungen kennzeichnen. Das hilft bei der Orientierung sehr!

Innerer Aufbau:

Alexandra arbeitet anschaulich! Zu fast allem, was sie als Tipps und neue Wege dem Leser aufzeigt, hat sie auch ein praktisches Bild parat. Oftmals sogar zwei, nämlich ein negatives und ein positiv verstärktes Beispiel. So fällt es dem Leser sehr leicht, sich in einer der Rollen wieder zu finden. Das Gute daran: Sie erzählt oft von sich oder ihren Patientinnen. Ich weiß, dass sie diese Beispiele nicht etwa erfindet und das macht die Lösungsansätze umso authentischer! 

Ein Tipp aus dem Buch: „Sei gütig und geduldig mit dir. Du darfst üben, deine neuen Erkenntnisse in deinen Alltag umzusetzen. So wird deine gesunde Große immer stärker werden. Stelle dir so oft es geht die wichtigste aller richtigen Fragen: Was würde meine gesunde Große sagen und tun?“

Ein ganz pragmatische Idee aus dem Buch: „Mein Tipp für dich: Der Schritt, ein neues Familienfoto anfertigen zu lassen, stärkt die gesunde Große und die Kinder spüren ebenfalls die Veränderung. Vielleicht magst auch du dich einmal mit dem Gedanken an ein neues Familienbild tragen?“

Wie finde ich das Buch?

Ich finde dieses Buch großartig! Und das darf man wohl auch einfach so sagen, oder?

Mit einfachen Worten, guten Anleitungen und kleinen aber feinen Übungen zeigt Alexandra dem Leser, wie man sich selbst umprogrammieren kann, um aus dieser Misere des Alleinerziehenden etwas positives zu gewinnen: Nämlich Stärke im Umgang mit der Situation! 

Ich persönlich finde das Buch eine große Bereicherung und habe viele Ansätze im Buch aus meiner Therapie wiedererkannt: Meine „innere Kleine“ beispielsweise… Wer das ist? Na dann lest das Buch und findet heraus, warum dieser Teil unserer Psyche uns manchmal einfach handlungsunfähig macht!

Dieses Buch ist eine gute Hilfestellung für alle, die gerade kurz vor der Erschöpfung stehen und einfach mal ihre Gefühle ins positive drehen müssen! Daher erhält es 5 von 5 möglichen Bücherpunkten!

Ein Tipp: Kauft es euch als klassisches Buch und schreibt rein, was das Zeug hält!
UND: Es ist nicht nur für Alleinerziehende! Ich finde, man kann es immer lesen, wenn man sich gerade sehr überfordert fühlt – auch mit Mann an der eigenen Seite!

Hier geht es zum Online-Projekt von Alexandra: Stark und Alleinerziehend.
Außerdem gibt es einen Podcast, für alle, die lieber Hören als Lesen 😉

 

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