Selbstgemachte Pizza

 Die Beweggründe für diese Pizza ist fast spannender als das zweite Rezept in diesem Blog 😉 Jedenfalls wenn Sie den Lausbub fragen: Denn es begab sich so, dass wir eine CD bei uns einzog.

Conni. Genauer gesagt: Conni backt Pizza. Mehr muss ich Eltern nicht sagen… 🙂

So weit, so nervig. Die CD lief hier, aber alles schien friedlich zu bleiben. Dann aber erzählte die Oma letzte Woche, dass sie mit meinen Nichten ebenfalls Pizza backen würde. „Mama, die Oma backt mit L. und L. Pizza… Mamaaaa, ich will auch ne Pizza machen!“

Also Pizza im Ferienprogramm geplant – so selbst, mit allem drum und dran. Und weil ich das gar nicht mal so schlecht fand, hier unser Bericht 😍 Holen Sie sich zwei Kaffee-Pötte. Et könnt dauern 🙂

Wie diese unsägliche Conni auch, wollte auch der Lausbub den Pizzateig selber machen. Bloß keinen fertig gekauften. Na gut. Immerhin wusste ich dank meiner Kocherfahrung, dass Hefeteig wohl einige Zeit braucht und daher geplant sein will. Als ein Rezept überlegt war, ging es ans Herstellen. Morgens, direkt nach dem Frühstück. Warum? Weil Hefeteig eben Zeit braucht 😀

Hier die Zutaten – ich bekam damit ein Blech hin. Wenn man den Teig noch länger gären lässt, ergibt dies sicher mehr als unser Blech, aber es war völlig ausreichend und sooo lecker.

Man braucht:

  • 500g Mehl (wir haben Weizen genommen)
  • 250ml Wasser (kurz im Wasserkocher erwärmt)
  • 10g frische Hefe
  • 1 EL Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Packung passierte Tomaten
  • 4 frische Strauchtomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Gewürze wie Salz, Oregano etc.
  • 1 Beutel Streukäse
  • 1 Bund Rukola
  • 1 Mozzarella
  • 1 Packung Schinken
  • 1 Basilikum
  • 1 Schuss Olivenöl
  • 1 Schüssel
  • 1 Rührgerät mit Knethaken
  • 1 Teigrolle
  • 1 Topf für die Soße
  • 1 Messer

Der Teig

Wir mischten also am Morgen das lauwarme Wasser mit der Hefe und mit 2/3 des Mehls. Das ganze wurde mit dem Rührgerät zu einem cremigen Teig verknetet. Das machte dem Lausbuben tatsächlich Spaß. Dann wanderte die Schüssel abgedeckt für eine Stunde auf den Balkon in die pralle Sonne.

Die Soße

In der Zwischenzeit schnitten wir Tomaten, die Zwiebel und den Knoblauch klein.

   

Der Teig

Dann kam der Teig wieder hervor: WOW! Der Teig hat schon eine ordentliche Größe (bestimmt das doppelte, so wie es sein sollte), allerdings fiel er auch wieder in sich zusammen. Nun ja, ich fand das ok. 😀 Wir kneteten das restliche Mehl unter. Dieser Vorgang sollte wirklich einige Zeit in Anspruch nehmen so 5 Minuten bestimmt.
Ich gab während des Rührens eine gute Prise Zucker und einen Schuss Olivenöl dazu.
Als der Teig eine gute Konsistenz hatte, wurde er diesmal in den Kühlschrank geschoben. Irrational, ich weiß, aber ich habe in so vielen Rezepten gelesen und diese Reihenfolge einfach mal ausprobiert! Das Resultat war ein Luftiger, leckerer Pizzaboden!

Die Soße

In einem Topf schwitzten wir die Zwiebeln mit dem Knoblauch in Olivenöl an. Der Trick: mittlere Hitze, laaange schwitzen lassen und irgendwann eine Prise Zucker darauf. Dann werden sie glasig und süß, die lieben Zwiebeln. Anschließend kurz die Tomaten rein und eigentlich direkt die passierten Tomaten hinterher. Mit Kräutern wie Oregano, Pfeffer und Salz abschmecken. Wir haben hier noch eine Spaghetti-Kräuter-Mischung. Die habe ich verwendet, ist aber kein muss. Nach dem alles aufgekochte und 10 Minuten köchelte, haben wir den Herd ausgestellt und die Soße ziehen lassen.

Derweil waren wir reiten…

Der Teig und die Soße

Als wir zu hause wieder ankamen, hatte der Teig eine ordentliche Größe und wir könnten ihn auf unserem Blech ausrollen. Er war weiterhin luftig und riss nicht so schnell. Kinderpizza muss übrigens aussehen wie Kraut und Rüben 🙂 Anschließend noch frischen Basilikum in den Soßentopf untergerührt (ich mag das nicht, wenn der mitkocht, der verliert doch allen Geschmack) und die Soße auf die Pizza verteilt:

  

Das Finale

Und jetzt kommt das Wichtigste: Man streut erst den Käse auf die Tomatensoße. Das habe ich mal von Italienern gehört 🙂 Und es stimmt, es ist einfach saftiger, wenn der Käse nicht oben drauf als verbrannte Kruste liegt. 
Ach so, Backofen auf 180°Grad Umluft vorheizen.
Bei uns auf die Pizza kam noch gekochter Schinken, Mozzarella und Rukola (den hätten wir später drauf tun sollen, aber na ja). Anschließend noch Soße oben drauf spritzen, damit nichts verbrennt. Viel mehr muss eine Pizza nicht haben, dann bleibt auch der Boden etwas fester und tränkt sich nicht so voll. 

 

Da war jemand sooo stolz, auch wenn das für Lausbubs Geschmack alles viel zu lange dauerte. Die Pizza muss 20 Minuten ca. in den Ofen. Kommt drauf an, wie dick der Teig ist. Wir hatten Kinder-Finger-Dicke. Beim Servieren noch mit Basilikum garnieren. 

Die Pizza war einfach sooo lecker! Für mich wichtig: Er schmeckt nicht so sehr nach Hefe – eigentlich gar nicht!
UND: Wir hatten den ganzen Tag etwas davon. Es war ein kleines Back-Event und super zum Ferienprogramm-Start. Nebenbei lernte der Lausbub, dass manche leckeren Dinge einfach Zeit brauchen. Das war irgendwie… rührend zu sehen, wie er das langsam begriff 😀

P.S.: Wenn Sie diese Pizza nach machen, sagen Sie mir, ob das ok war? 😀

P.P.S.: Unter #conniwiesiekeinerkennt kann man bei Twitter herrliche Dinge über Conni lesen 😀 Für alle, die meine Ironie bei der CD nicht so ganz nachvollziehen möchten 😉