Warum ist der Weltfrauentag so wichtig?

Liebevolle Mutterschaft und Berufstätigkeit schließen sich in der Theorie nicht aus – in der Praxis schon! Ein kurzes Statement zum heutigen #Weltfrauentag.

 

Auf Facebook verfolgte ich gestern Frau Schwesig wie sie eine Rede zum Emfang des BMFSFJ über den Weltfrauentag und den Feminismus hielt. Twitter war voll euphorischer Kommentare dazu. Jedenfalls meine Twitterline! Denn darauf achte ich: Meine Freundes- und Followlisten sind voll von großartigen Frauen, die für sich und ihre Werte einstehen. Und das finde ich wichtig! Für mich, für uns, für die Gesellschaft.

Warum? Die Gewissheit, dass all diese Powerfrauen, die ich verfolge, übrigens auch Kinder haben, stimmt mich zuversichtlich.

Denn zumindest hier wird klar: Liebevolle Mutterschaft und engagierte Powerfrauen, dass sind zwei Themen, die sich sich in der Theorie nicht ausschließen. Gott sei dank! All diese Frauen haben nämlich eines gemeinsam: Sie nehmen das Schicksal dieser Welt nicht hin. Sie wollen etwas verändern und dafür sorgen, dass wir unseren Kindern eine bewohnbare, friedliche Welt hinterlassen (oder sollte ich viel mehr sagen, erschaffen?). Diese Frauen inspirieren mich Tag für Tag, wenn wir uns in den Netzwerken begleiten.

Jede dieser Frauen sollte und muss sich heute feiern (und es darf sich jede Angesprochen fühlen)!

Ich sehe eine große Notwendigkeit darin, dass wir uns gegenseitig begleiten! Denn die Theorie ist immer simple und auf dem Papier hübsch dargestellt. Alles ist rosarot-fluffig, Kinder und Beruf laufen parallel und alle haben genug zu leben.

Kniffelig wird es in der Praxis, wenn man zwischen den Zeilen mitliest, wie schwer es diesen Frauen gemacht wird und von welchen kritischen Lebensumständen sie berichten. Eigene und Fremde: Leben am Existenzminimum, Drohungen von Fremden, Arbeitgeberprobleme und Vereinbarkeitsproblematik… die Liste könnte ich endlos weiterführen. Mal noch problematischer, manchmal so grundlegender (wie das immer noch ungleiche Lohnverhältnis).

Ja und jetzt kommt mir nicht mit, den meisten geht es doch gut und Deutschland Wohlstandsgesellschaft. Ja, mag alles sein, aber das heißt doch nicht, dass wir Missstände hinnehmen müssen. Das ist so wie „das war schon immer so“. Und das ist KEIN Argument! Denn denen, die eben keine Privilegien genießen, denen geht es nachweislich noch mieser als mies. Man muss nur mal hinsehen.

Alleinerziehende, arbeitslose Eltern und deren Kinder sind eben die mit vernichtend geringen Chancen. Das habe ich heute wieder erlebt. `Nein, momentan gibt es keine auf Sie passenden Stellenausschreibungen´. 

 

Das bedeutet nicht, dass wir Männer weniger würdigen, oder weniger achten. Nein. Es bedeutet schlicht, dass wir für alle den gleichen Respekt erwarten. Wenn das je der Fall sein sollte, wird dieses hartnäckige Festhalten an Welt-Irgendwas-Tagen abebben.

Wenn wir am Weltfrauentag also etwas für die Frauen tun können, dann sollten wir so viel Aufmerksamkeit für eben diese erreichen, wie es nur geht! Und wenn es nur Aufmerksamkeit ist (und bitte keine Blumen…)!

 

Wer weitere tolle Beiträge zum #Weltfrauentag hat, ich würde sie hier gern sammeln:

 

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Bildquelle: Pixbay.com

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