Wie geht Vernetzung für Alleinerziehende?

„Wo soll ich denn andere Alleinerziehende finden?“
„Ich hab keine Zeit, die lange zu suchen!“
„Ich trau mich nicht, mit denen zu reden!“
„Ich weiß nicht, wie das geht!“

Kennt ihr solche Aussagen? Ich muss gestehen, ich bin im Social Media / Internet zu hause. Ich lebe das Wort Vernetzung und kann mir nichts spannenderes vorstellen, als mich mit anderen Menschen auszutauschen! Manchmal vergesse ich dann, dass andere Menschen andere Voraussetzungen haben. Ja, das passiert, aber es gibt Menschen, die eben nicht wissen, wie das so geht im Internet, die nicht wissen, wo sie andere Menschen finden sollen.

Und genau für diese Alleinerziehenden gibt es jetzt ein tolles Hilfsmittel! Ich habe es erst als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, aber mittlerweile würde ich es euch auch so empfehlen. Einfach weil ich denke, so ein gutes Hilfsmittel MUSS man empfehlen 🙂

Von was redet die da? Ja, das frage ich mich auch manchmal. Aber heute gehts um das 

WORKBOOK für ALLEINERZIEHENDE von VAMV NRW e.V. #vernetzteuch

Der „Verband allein erziehender Mütter und Väter NRW“ hat auf 41 Seiten eine Anleitung, Inspirationen und Hilfsmittel aufgeschrieben, wie es Alleinerziehenden gelingen kann, sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen. 

Workbook des VAMV NRW #vernetzteuch Motivation
Workbook des VAMV NRW #vernetzteuch Motivation

In 7 Schritte von der Frage der eigenen Motivation über das einrichten von Gruppen bis hin zum Treffen im realen Leben zeigt das Workbook, wie man das macht. Dieses Vernetzen. Immer wieder werden positive Beispiele angeführt und Menschen gezeigt, wie Du und ich, die das schon mal gemacht haben, das Netzwerken, und damit viel erreicht haben. Welche Ziele hat mein Netzwerk, was wollen wir gemeinsam machen?

Workbook des VAMV NRW #vernetzteuch Zusammen schafft man mehr!

Dabei geht es übrigens NICHT um Leistung oder um Einbringung in politische oder gesellschaftliche Themen. Es geht viel mehr darum, dass Alleinerziehende ganz oft ALLEINE sind, aber ebenso oft die besten Ideen haben. Dabei neigen wir als Menschen auch immer wieder zu sagen „ich schaffe das alleine, Hilfe brauche ich nicht“. Was… idiotisch! Als ob wir das alles alleine könnten (siehe meinen 1 Jahr alten Beitrag, indem ich das da schon sage!) 🙂 Holt euch Hilfe, Mädels und Jungs. Geht raus, findet die passenden Menschen zu euch, gründet ein Netzwerk, wenn es noch kein passendes gibt, und FANGT AN! Denn nur, wenn wir gemeinsam etwas vorantreiben, dann kann aus einer Idee auch etwas großartiges werden. Es hilft absolut NICHT, wenn wir auf unserer Couch versauern, Chips essen (nichts gegen Chips! Ich liebe das!) und trübsinnig vor uns hin starren. 

Es gibt kein „die da oben hindern mich, die da oben lassen eh niemanden mitmachen“! Das habe ich im Zuge der Wahlen NRW nur all zu oft gehört. „Die da oben machen ja eh was sie wollen…“. Wer ist denn das da oben? Mir scheint, dass viele da einen korrupten Geist vermuten, der sich da mit einer Wunderlampe hin gewünscht hat. Ich verrate euch was: Das sind Menschen, die mal etwas wollten und die wir unterstützt haben, dort oben hin zu gelangen. Warum sollten wir das nicht auch tun? Nur eben nicht allein sondern mit vielen! Weil wir Alleinerziehende, wir haben eh kaum Zeit für unsere Ziele. Aber wenn wir die Last teilen, dann gehts eigentlich. Dann schaffen wir es auch, uns für bessere Bedingungen einzusetzen, etwas zu schaffen, woran wir vorher nicht geglaubt haben.
Lasst euch das von mir, die gerade sagenhafte 8 Projekte stemmen will, gesagt sein. Man schafft das, wenn man will, sich Unterstützung sucht und das macht, woran man Freude hat und woran man auch glaubt! Und nein, das ist keine Angeberei, das ist meine Geschichte, meine „Best Practice“für euch! Denn ich war dieses „ich kann doch eh nichts ändern“ so leid. Ich bin solche Kakmomente und solche negativen Gedanken leid, die ich habe, wenn ich als Alleinerziehende krank bin. Aber wer kann denn etwas ändern, wenn nicht wir selbst? Zu aller erst uns, dann nach und nach das außen. 

Im übrigen: Selbst wenn ihr nur ein Netzwerk für die gegenseitige Entlastung im Alltag, für die Kinder sucht, shitegal! Dann fangt erst recht an und sucht euch andere Eltern / Alleinerziehende in eurer Nähe. Helft euch gegenseitig, nehmt euch ernst, respektiert den jeweils anderen. Ihr müsst keine beste Freunde werden, aber euch helfen. Und das ist für uns alle das aller wichtigste: Gegenseitige Anteilnahme (weil besonders die Mütter so gefährdet sind)!

So. Genug aufgeregt. Uff.

Wie kam ich überhaupt auf diesen Wortschwall? Ach ja, das #vernetzteuch Workbook vom VAMV-NRW.

Ich finde es wirklich gut! So viele Checklisten, Notizmöglichkeiten und Tipps von „Profis“ (die übrigens auch klein angefangen haben) auf gebundenen Seiten ist mehr als toll. Es schließt eine Lücke zwischen dem online und dem offline Leben. Es hilft denen, die nicht wissen, worauf man achten muss, wenn das Netzwerk bekannter werden soll. Voll gut, oder? Das Buch ist leicht (man kann es immer mitnehmen), hat eine Ringbindung (hält lange) und viele Seiten für eigene Notizen. Ich finde es ein gelungenes Werk: Also, los gehts! Gründe Dein Netzwerk!

Es gibt keine Ausrede mehr wie „ich weiß nicht wie“ 🙂

Wenn ihr innerhalb von NRW wohnt, verschickt der Verband es kostenfrei, außerhalb von NRW erhälst Du kostenfrei ein pdf. Beides zu bestellen über fronk@vamv-nrw.de – einfach kurz sagen, woher Du das Buch kennst und wo Du wohnst. Zack! Da 🙂

Workbook des VAMV NRW #vernetzteuch Ein gutes Team braucht starke Partner
Workbook des VAMV NRW #vernetzteuch –
Ein gutes Team braucht starke Partner

 

Übrigens: Für alle, die noch am Anfang stehen und gerade erst Alleinerziehend sind, empfehle ich noch Alexandras Buch. Es hilft Dir!

 

Hier gibt es noch ein Video dazu:

2 Kommentare


  1. //

    sehr gern! Dafür ist es ja gedacht 🙂 Ne?


  2. //

    Vielen Dank für den wertvollen Tipp!

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